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Faire Vielfalt

Dafür steht das Fairtrade-Siegel

Bracknell, England - May 30, 2014: Bananas bearing the United Kingdom Fairtrade Foundation sticker. Founded in 1992 the organisation promotes global trade with marginalised workers and their communities. The sticker is licensed to products sold in the UK in accordance with internationally agreed Fairtrade standards
Bracknell, England - May 30, 2014: Bananas bearing the United Kingdom Fairtrade Foundation sticker. Founded in 1992 the organisation promotes global trade with marginalised workers and their communities. The sticker is licensed to products sold in the UK in accordance with internationally agreed Fairtrade standards
iStock/Thinglass

Fairtrade Österreich hat das Ziel, die Lebens- und Arbeitsbedingungen von Kleinbauernfamilien und Beschäftigten im globalen Süden zu verbessern.

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Hartwig Kirner

Geschäftsführer Fairtrade © Foto: Fairtrade Österreich

Vom gemeinnützigen Verein wird das Fairtrade-Siegel vergeben, das man mittlerweile hierzulande auf mehr als 1.900 Produkten und in über 5.000 Verkaufsstellen findet. Dieses steht für verbindliche und vielseitige Standards. So sind darin soziale, ökonomische und ökologische Richtlinien definiert, deren Einhaltung regelmäßig kontrolliert wird. Hierzu zählt unter anderem das Verbot von ausbeuterischer Kinderarbeit und Diskriminierungen aller Art. Zudem sind bestimmte, gefährliche Spritzmittel nicht zugelassen und demokratische sowie gewerkschaftliche Strukturen werden aktiv gefördert.

„Der Schwerpunkt unserer Arbeit liegt darauf, die Position von Kleinbauernfamilien zu stärken. Darum ist der Zusammenschluss der BäuerInnen in Genossenschaften eine Voraussetzung, um Teil der Fairtrade-Familie zu werden“, sagt Hartwig Kirner, Geschäftsführer von Fairtrade Österreich. Denn zusammen haben die Kleinbauernfamilien eine bessere Position am Markt und können mehr erreichen.

Mindestpreis und Prämie

Fairtrade-Produzentenorganisationen profitieren von einem Mindestpreis, der als Sicherheitsnetz gegen schwankende Marktpreise nach unten dient und die Produktionskosten abdeckt. Das sorgt für Sicherheit und macht es einfacher, die Zukunft selbstbestimmt zu planen. Darüber hinaus wird die Fairtrade-Prämie bezahlt, die in wichtige Gemeinschaftsprojekte wie Schulen, Spitäler oder Lagerhallen investiert wird.

2017 haben Produzentenorganisationen durch den Verkauf von Fairtrade-Produkten in Österreich Direkteinnahmen in der geschätzten Höhe von 43 Millionen US-Dollar eingenommen. Der Gesamtumsatz mit Fairtrade-Produkten ist zuletzt ebenfalls angestiegen, um gleich 13 Prozent. Ein besonders erfreuliches Wachstum gibt es bei Bananen und Kakaobohnen, die nach Fairtrade-Standards gehandelt werden. Aber auch Rosen, Kaffee und Baumwolle verzeichneten zuletzt ein Plus. „Das zeigt, dass das Bewusstsein für Nachhaltigkeit steigt und auch die Bereitschaft der ÖsterreicherInnen da ist, für fair gehandelte Produkte mitunter etwas mehr zu zahlen“, freut sich Hartwig Kirner.

Große Produktvielfalt

Neben den genannten Rohstoffen gibt es auch immer mehr neue Produkte mit dem Fairtrade-Siegel in Geschäften zu kaufen. Reis, Gewürzmischungen und Kokosmilch sind nur drei Produkte, die für Abwechslung sorgen. Auch faire Spirituosen und ein eigenes Fairtrade-Bier in verschiedenen Geschmacksrichtungen haben zuletzt das Sortiment bereichert. Diese lassen sich natürlich auch mit Fairtrade-Fruchtsäften mischen, von denen es bereits eine große Auswahl gibt.

Ein Produkt, das man zwar nicht essen kann, welches aber besonders wertvoll ist: Fairtrade-Gold. Seit 2016 gibt es in Österreich Trauringe aus dem fair gehandeltem Edelmetall zu kaufen. Eine Neuheit, die sich nach wie vor großer Beliebtheit erfreut und hilft, die Arbeitsbedingungen von Minenarbeitern in Lateinamerika zu verbessern.


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