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Buchdruckerei Lustenau

Grün gedruckt! So erkennt man nachhaltige Druckereien

Foto: Malekas85 via iStock

Ein nachhaltiger Lifestyle wird immer leichter. Doch nicht nur Wattestäbchen und Co. haben ausgedient: Auch für Druckereierzeugnisse gibt es längst nachhaltige Alternativen.

Weg mit den Coffee-to-go-Bechern! Auch Wattestäbchen gehören bald zum alten Eisen. Ebenso Strohhalme, Plastikteller und Einwegbesteck. Ab 2021 wird Einwegplastik in der EU verboten. Das sind Produkte, für die es bereits Alternativen aus biologisch abbaubarem Material gibt. Nachhaltigkeit ist das Gebot der Stunde. Doch nicht nur bei Alltagsartikeln lohnt es sich, einen genaueren Blick auf deren Herkunft und Umweltverträglichkeit zu werfen: ein weiteres Verbrauchsprodukt, welches schon vor allen anderen „grün“ war, nämlich Papier. Woran erkennt man, dass das Papier, auf dem man sich eben Notizen macht, die Umwelt nicht belastet?

Aus nachhaltiger Forstwirtschaft

Beim Kauf von Papier sollte man darauf achten, dass das Holz, das zur Produktion verwendet wurde, aus nachhaltiger Forstwirtschaft stammt. Das bedeutet, dass nicht mehr Holz geerntet wird, als nachwächst. Dieses kann Durchforstungsholz sein oder Hackschnitzel aus Sägewerken. Das Durchforstungsholz ist Schwachholz, das im Zuge der Waldpflege anfällt. Waldpflege bedeutet, darauf zu achten, dass sich Bäume im Wald gesund entwickeln und wachsen können. Dafür brauchen sie vor allem Licht, Wasser und Nährstoffe. Stehen Bäume im Wald zu dicht nebeneinander, behindern sie sich gegenseitig beim Wachsen. Deshalb werden sie im Zuge der Waldpflege geerntet, damit sich die verbleibenden Bäume besser entwickeln können. Papierprodukte aus nachhaltiger Forstwirtschaft erkennt man daran, dass sie ein PEFC oder FSC Logo tragen. Auch Umweltzeichen legen Wert auf Rohstoffe aus nachhaltiger Forstwirtschaft. Ebenso lohnt es sich, zu überprüfen, ob die Druckerei der Wahl Aufforstungsinitiativen unterstützt.

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Recyclingpapier und Papieralternativen

Was einem wahrscheinlich als erstes zu dem Thema einfällt: recyclebares Papier. Ein unbeschichtetes Blatt Papier mit Graustich, das keinen besonders hochwertigen Eindruck macht. Stimmt nicht, denn dieser Standard gehört mittlerweile der Vergangenheit an. Wie weiß ein Papier ist, sagt auch nichts darüber aus, ob es aus Altpapier oder Zellstoff (Holz) hergestellt wurde, sondern allein, wie gut es gebleicht/gewaschen wurde. Auch Recyclingpapier ist meist weiß, weil es mit Seifen gewaschen und gebleicht wird. Recyclingpapier wird aus Altpapier hergestellt. Für die Herstellung ist kein frisches Holz notwendig. Papierfasern können bis zu sieben Mal wiederverwendet werden, bis sie durch neue Holzfasern ersetzt werden müssen.

Wem das noch nicht weit genug geht: Ein weiteres Papier aus nachhaltiger Quelle ist jenes aus Apfeltrester. Damit können Apfelschalen, die zu Hauf als Müll in der Saftproduktion anfallen, zu hochwertigem Papier weiterverarbeitet werden. Beim Apfelpapier muss zwar noch ein Teil an Zellulose beigemengt werden, jedoch ist es wesentlich weniger als bei Papier aus Frischefasern.

Ökologische Farben

Die Farbenbasis bilden Pflanzenöle, beispielsweise aus Soja, Leinen oder Baumharzen. Diese Inhaltsstoffe haben den großen Vorteil, dass sie nachwachsen, leicht abbaubar und wasserlöslich sind. Da sie aus regenerativen Bestandteilen zusammengesetzt sind, können sie also leicht ohne Rückstände und emissionslos entfernt werden. Auf giftige Metalle wie Blei, Quecksilber und Chrom wird verzichtet. Die Entwicklung von ökologischen Druckerfarben ist mittlerweile so weit fortgeschritten, dass qualitativ kein Unterschied in Optik und Haptik zwischen handelsüblicher Farbe und mineralölfreien Farben erkennbar ist.

Eine Druckerei in Österreich lebt bereits die Nachhaltigkeit

Nachhaltige Produktion, recyceltes Papier und naturbelassene Farben kommen bei der Buchdruckerei Lustenau zusammen und sorgen für einen Druckprozess, der nichts als ein gutes Gewissen zurücklässt.

Lange bevor das öffentliche Interesse den Fokus auf das Thema Umwelt setzte, war die Buchdruckerei Lustenau schon eine der aktivsten Umweltdruckereien in Österreich. Die Wahl des richtigen Papieres ist einer der entscheidenden Aspekte im umweltfreundlichen Offsetdruck, leider aber nicht der einzige! Auch die Produktionsbedingungen sowie das gesamte Unternehmensumfeld spielen eine entscheidende Rolle im gesamten Prozess. Ähnlich den Pfahlbauten steht das Produktionsgebäude der Buchdruckerei Lustenau auf 430 Energiepfählen, ganzjährig sorgen diese Pfähle für eine klimafreundliche Beheizung beziehungsweise Kühlung der Produktionsstätten. Durch die spezielle „Green Printing“-Zusatzausstattung reduziert die Buchdruckerei Lustenau ihren Ressourcenverbrauch auf ein Minimum. Im gesamten Druckprozess kommen ausschließlich umweltfreundliche Farben (auf Pflanzenölbasis), Lacke, Putzmittel und sonstige Betriebsstoffe zur Verwendung. Die Klimaschutzagentur „nature Office“ zeichnete die Buchdruckerei Lustenau in einem internen Ranking sogar als eine der klimafreundlichsten Druckereien im ganzen deutschsprachigen Raum aus. Durch ihre Produktionsbedingungen und dem Einsatz umweltgerechter Materialien, ist die Buchdruckerei Lustenau heute in der Lage, jeden Druckauftrag mit einem der besten CO2-Abdrücke in ganz Europa zu produzieren.

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