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Kleine Schritte als Teil eines großen Ganzen

Foto: stevepb via pixabay

Wie Privatpersonen es schaffen können, einen nachhaltigeren Alltag zu gestalten, und wie das einem Unternehmen gelungen ist.

Einzelpersonen:

Kleine Schritte haben bereits Großes bewirkt. Es wird vermehrt Müll getrennt, der Fleischkonsum ist gesunken, der Ökostromanteil ist gestiegen und die Öffis und zu Fuß zu gehen sind in Wien beliebter als Auto fahren.
Die genannten Schritte sind wichtig, jedoch ist eine langsame Umstellung nachhaltiger als ein radikaler Einschnitt im Alltag. Welche kleinen Schritte Sie auch immer wagen, diese sind ein unverzichtbarer Teil eines großen Ganzen. Hier noch einige Anregungen, um nicht nur den Klima-, sondern auch den persönlichen Wohlfühlfaktor zu Hause zu erhöhen: Altes lässt sich oft reparieren oder upcyceln, was dem Objekt einen neuen – und oft hübschen – Nutzen verschafft. Durch saisonalen Einkauf unterstützt man heimische Bauern und es gibt zuhauf Rezepte, welche sich an den Jahreszeiten orientieren. Kurzes Stoßlüften statt Fensterkippen sorgt nicht nur für mehr Wärme, sondern auch für einen geringeren Energieverbrauch und mit dem gesparten Geld gönnen Sie sich am besten ein wohlverdientes – und kalorienarmes – Stück Kuchen in einer veganen Konditorei.

Unternehmen:

Gerade in Unternehmen kann man mit vielen kleinen Änderungen große Wirkung für die Umwelt erzielen! So kann man durch die Erhöhung des Gemüseanteils in der Kantine, sei es z.B. durch die Einführung eines Veggiedays oder mehr Beilagen am Teller, auch Kosten senken und der Mitarbeitergesundheit etwas Gutes tun. Weiters kann man auch durch die Überarbeitung von Reisevorschriften – bevorzugt mit dem Zug fahren – die Reisezeit produktiv nutzen und kommt entspannt an.

Auch für Pendler gibt es vielerlei Anreizmöglichkeiten – sei es die firmeninterne Mitfahrbörse, das steuerlich begünstigte Jobticket, die Möglichkeit im Homeoffice zu Arbeiten oder auch die Überlegung, den neuen Betriebsstandort nicht in einen Neubau auf die grüne Wiese zu stellen, sondern in ein bestehendes Gebäude mit guter Infrastruktur. Bei Gebäuden unterschätzt man leicht das Energieeinsparungspotenzial durch kleine Maßnahmen, wie den Umstieg auf LED-Beleuchtung, automatisch herunterfahrende Computer vor’m Wochenende und eine durchdachte Heizungsregelung. Gerade in diesem Fall können aber auch Mitarbeiterschulungen, dem leider noch häufig stattfindenden „Regeln“ der zu warmen Heizung durch Lüften, entgegenwirken. Denn durch’s Reden kommen die Menschen zusammen – z.B. stellt sich bei Gesprächen mit dem Reinigungspersonal oft heraus, dass das Recycling mit minimalen Änderungen wie dem Bereitstellen passender Putzwagerl oder Recyclingmöglichkeiten am richtigen Ort leicht verbessert werden kann. Ein genereller Tipp, gerade für KMUs, ist es, sich nicht zu scheuen, an Forschungsprojekten zur Produkt- und Prozessverbesserung teilzunehmen oder von den Bundesländern geförderte Umweltberatungen und -fortbildungen in Anspruch zu nehmen. Egal, an welcher Schraube sie drehen, jede Verbesserung führt zu einem gesellschaftlichen Mehrwert!

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